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Blei liegt in der Luft
21.10.2005

Trierer Hafen: Landesamt bestätigt Uni-Studie

TRIER-PFALZEL. (woc) Besonders die Bleiwerte, aber auch Zink- und Cadmiumwerte sind im Pfalzeler Hafengebiet erhöht. Messungen des Landesamtes haben eine im TV vorgestellte Universitäts-Studie bestätigt. Trotzdem: "Die Schadstoffe überschreiten nicht die Grenzwerte", sagte Wirtschaftsdezernentin Christiane Horsch.

Über Jahre hat eine Forschungsgruppe der Uni Trier die Schadstoffbelastungen im Pfalzeler Hafen gemessen. "Die Werte von Blei haben erheblich zugenommen, auch die Zink und Cadmiumwerte sind hoch", sagte Professor Willy Werner bei der Vorstellung der Studie und forderte "starke Überwachungen, klare Vorschriften und technische Maßnahmen". Nach dem TV-Bericht vom 30. September hatte die Grünen-Fraktion eine Anfrage an die Stadt gestellt, die Wirtschaftsdezernentin Christiane Horsch in der jüngsten Ratssitzung beantwortete.

"Nicht das Ordnungsamt, sondern die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord ist zuständig für den Emissionsschutz im Hafen", erklärte Horsch. Die Wirtschaftsdezernentin bestätigte, dass das Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht seit 2004 im Hafen Luftmessungen vornimmt. Einen Zwischenbericht habe das Landesamt der SGD Nord und dem Ordnungsamt im April dieses Jahres vorgelegt. Besonders die "nicht kontinuierlichen Messungen" in der Rothildisstraße und der Montanstraße hätten erhöhte Werte – bei Feinstaub und den daran angelagerten Molekülen – gezeigt. Bei der Blei-Deposition habe der über sieben Monate gebildete Mittelwert aus beiden Messstationen "über dem Grenzwert für die jährliche Exposition" gelegen. Bei den kontinuierlich erfassten Schadstoffen seien dagegen "Konzentrationsspitzen bei nördlicher Windrichtung, aber keine Grenzwertüberschreitungen" festgestellt worden.

Stahlwerk will 40 Millionen investieren

Die Beprobungen des Landesamtes hätten zwar mit den Ergebnissen der Uni-Studie übereingestimmt. Bezüglich des Trierer Stahlwerks, das in der Studie in Zusammenhang mit erhöhten Werten gebracht wurde, lägen jedoch "Erkenntnisse vor, dass bei der dreimonatigen Schließung des Werks die Bleiwerte nicht zurück gegangen, sondern angestiegen" seien. Im Übrigen plane das Werk, 40 Millionen in die Modernisierung der Anlagen investieren. "Die Situation im Hafen und der Umgebung ist zwar nicht zufrieden stellend, die Behörden arbeiten jedoch an ihrer Verbesserung", sagte Horsch. Luftreinhaltepläne müssten erstellt und weiter überprüft werden. "Erfüllt ein Betrieb die Auflagen nicht, muss er mit rechtlichen Folgen rechnen."

Bürgerverein Pfalzel e.V.

13.11.2018

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