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Neue Filter, neuer Ofen
28.10.2005

Bürgerverein Pfalzel besichtigt Trierer Stahlwerk – Innovative Anlage Ende 2006

PFALZEL. Wenn die Pläne der Geschäftsleitung des Trierer Stahlwerks (TSW) in Erfüllung gehen, müsste die Lärmbelastung und Luftverschmutzung für die betroffenen Anlieger Ende 2006 deutlich zurückgehen. Mit einer neuen innovativen Anlage will das Unternehmen als erstes Stahlwerk in Deutschland einen neuen Produktionsablauf einführen. Das ging aus einer vierstündigen Informationsveranstaltung hervor.

Von unserer Mitarbeiterin
GABRIELA BÖHM

Das Trierer Stahlwerk (TSW) war wegen Luft-Schadstoffbelastungen im Moseltal als möglicher Verursacher in die öffentliche Kritik geraten (der Trierische Volksfreund berichtete mehrfach).

Allerdings hatten amtliche Messungen im Sommer ergeben, dass ausgerechnet während einer dreimonatigen Kurzarbeitsphase des Werks die ermittelten Bleiwerte in der Luft nicht – wie allseits erwartet – zurückgegangen waren, sondern sogar anstiegen.

"Das war auch für uns eine große Überraschung", meinten die beiden Geschäftsführer des Trierer Stahlwerks, Ulrich und Christoph Rass, ohne sich an Spekulationen über andere mögliche Verursacher zu beteiligen. Dass dennoch im vergangenen Jahr vom Trierer Stahlwerk eine erhebliche Staubentwicklung ausgegangen sei, habe ihnen auch nicht gefallen, sagte Christoph Rass. Allerdings seien die zulässigen Werte eingehalten worden.

Gesamtinvestition von 40 Millionen Euro

Problematisch im Produktionsablauf seien die so genannten diffusen Emissionen, wie eine Werksbesichtigung mit sieben Vertretern des Bürgervereins Pfalzel deutlich machte.

Prozessbedingt gelangen alle 20 bis 25 Minuten Stäube aus der Stahlwerkshalle in die Luft, wenn der Ofen zum Befüllen mit Schrott geöffnet wird. Diese Emissionen werden weder von Filteranlage, noch von Messungen erfasst. "Das ist bei allen Stahlwerkshallen dieser Art so", erläuterte Anton Backes, Sachverständiger für Genehmigungsverfahren im Umweltbereich. Das TSW plant eine veränderte Produktionsweise, für die Aufträge vergeben werden sollten. Finanziell sei das Vorhaben gestemmt, versicherte Christoph Rass.

Das Unternehmen plant, eine neue Entstaubungsanlage für sieben Millionen Euro zu bauen. Sie werde erforderlich, da mit einem neuen Ofen die Stahlkapazität nahezu verdoppelt werden soll. Ein anderes, kontinuierliches Beschickungssystem soll emissionsverursachende Chargiervorgänge verhindern.

Insgesamt sollen mit den Vorhaben Lärmbelastungen und Luftverschmutzungen deutlich zurückgehen. Derzeit würden die Pläne auf Vollständigkeit geprüft, danach für jedermann offen gelegt und einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen. Das Unternehmen rechnet mit einer Gesamtinvestitionssumme von 40 Millionen Euro.

Hans-Jürgen Wirtz vom Bürgerverein Pfalzel unterstrich den Anspruch der betroffenen Bürger, bereits jetzt erträgliche Lebensbedingungen in ihrer Nachbarschaft zu dem Werk vorzufinden. "Die Grenzwerte sollen nicht nur eingehalten, sondern deutlich unterschritten werden", forderte er.

Freundlich geführte Gespräche

Die Brüder Ulrich und Christopf Rass versprachen, zukünftig höherwertigen Schrott zu verarbeiten.

Für Stirnrunzeln in den ansonsten freundlich geführten Gesprächen sorgte die wegen der Kapazitätsausweitung geplante Verkehrsanbindung des TSW über die Eltzstraße. Nach wie vor nicht geklärt sei das Problem der Schlacke, die nicht eingehaust gelagert würde, so Wirtz.